Seminar Akzentmethode Modul 3 in Kronach

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für den Herbst 2016 konnte ich Herrn Prof. Karl-Heinz Stier zum Seminar Akzentmethode Modul 3 gewinnen. Das Seminar findet vom 21.-22.10.2016 in Kronach statt. Je nach Anzahl der Anmeldungen entweder in meinen Praxisräumen oder am gewohnten Fortbildungsort in der Nikolaussiedlung in Kronach statt.

21.-22. Oktober 2016, 15 Unterrichtseinheiten

Zeiteinteilung für Modul 3:

Freitag: 9.00 – 12.15, 13.15-16.45 (8 UE +15 Min)

Samstag: 9.00 – 12.15, 13.5-15.15 (6 UE + 30 Min)

Die Kosten für das Seminar betragen 160 Euro. Das Seminar findet je nach Teilnehmerzahl entweder in meiner Praxis in der Klosterstraße 5, oder in dem Gemeindezentrum in der Nikolaussiedlung in 96317 Kronach statt.

Für die Fortbildung können jeweils 15 Fortbildungspunkte angerechnet werden.

Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr von 160 EUR auf die Sparkasse Kulmbach-Kronach, BIC: BYLADM1KUB  IBAN: DE46771500000240027250 als verbindliche Anmeldung.

 

Akzentmethode Modul 3 (15 UE)

Modul III der Akzentmethode® ist für Kollegen und Kolleginnen geeignet, die bereits einige Zeit mit der Methode gearbeitet haben und ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse in einem vertiefenden Seminar ausbauen wollen. Wie in den Modulen I und II sind auch hier Theorie- und Praxisteil miteinander verzahnt.

Folgende Inhalte werden vermittelt:

Vertiefung der Kenntnisse über die Akzentmethode® Erweiterung des theoretischen Wissens über Stimmerzeugung und Stimmstörungen; Stabilisierung der in den Modulen I und II erworbenen Fähigkeiten; Anpassung der Methode an funktionelle und organische Diagnosen.

Anpassung der Methode an unterschiedliche Situationen im Therapiealltag.

Voraussetzungen: Teilnahme an den Modulen I und II der Akzentmethode® (auch bei anderen Instruktoren da die Methode identisch gelehrt wird). Mind. 3 Monate Erfahrung in der Patientenarbeit mit der Akzentmethode® .

Inhalte Modul III der Akzentmethode® ist für Kollegen und Kolleginnen geeignet, die bereits einige Zeit mit der Methode gearbeitet haben und ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse in einem vertiefenden Seminar ausbauen wollen. Wie in den Modulen I und II sind auch hier Theorie- und Praxisteil miteinander verzahnt.

Folgende Inhalte werden vermittelt:

Vertiefung der Kenntnisse über die Akzentmethode® Erweiterung des theoretischen Wissens über Stimmerzeugung und Stimmstörungen; Stabilisierung der in den Modulen I und II erworbenen Fähigkeiten; Anpassung der Methode an funktionelle und organische Diagnosen.

Anpassung der Methode an unterschiedliche Situationen im Therapiealltag.

Voraussetzungen: Teilnahme an den Modulen I und II der Akzentmethode® (auch bei anderen Instruktoren da die Methode identisch gelehrt wird). Mind. 6 Monate Erfahrung in der Patientenarbeit mit der Akzentmethode®

Ziel des Lehrgangs:

 

In Modul 3 können Sie Ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse in der Akzentmethode ausbauen. Wie in den Modulen 1+2 sind auch hier Theorie- und Praxisteil eng miteinander verzahnt. Wir befassen uns mit folgenden Inhalten:

Stabilisierung der in Modul 1+2 erworbenen Fähigkeiten.   Erweiterung des theoretischen Wissens über Stimmerzeugung und Stimmstörungen. Anpassung der Methode an verschiedene   funktionelle und organische Diagnosen. Anwendung der Methode in unterschiedlichen Situationen im Therapiealltag. Individuelle Begleitung des Patienten in seinen sprecherischen Alltag

Stichpunkte des Inhalts: Einführung, Erfahrungsaustausch

Fragerunde

Atem- und Stimmübungen in Tempo I

Tempo 1, von der ÜÜ bis zum Wortübertrag

Tempo 2+3, alle Variationen

Tempo 2+3(bis zum Satz)

Trommelübungen Tempo 1-3

Physiologische und akustische Aspekte der Phonation

Anpassung der Stimmübungen an verschiedene Stimmdiagnosen

(funktionelle und organische Dysphonien)

Textübertrag

Überführung zum freien Sprechen

Fragerunde, Diskussion

Zielgruppe: Logopäden, Sprachheillehrerinnen
Zugangsvoraussetzungen: Akzentmethode Module 1+2
Können Schüler am Kurs teilnehmen? Nein
Lehrgansleitung/Referent:

 

 

Name, Vorname: Prof. Dr. K.-H. Stier

Qualifikation: Therapiewissenschaftler M.Sc.

Logopäde B.A.

Lehrlogopäde dbl

Lehrtherapeut Akzentmethode

Zert. Stottertherapeut ivs

Zert. LSVT LOUD Therapeut

Räumlichkeiten vor Ort? 2 Räume – Gruppenarbeit
Material vor Ort?

 

Beamer, Lautsprecher

Matten oder Decken

Was sollen die Teilnehmer zum Kurs mitbringen? Buch Akzentmethode, Matte, Decke, wenn am Seminarort nicht verfügbar
Gibt es ein Skript? Ja
Endet der Lehrgang mit einer Prüfung? Ja; mündlich + praktisch
Demo-Patienten? Nicht zwingend aber von Vorteil
Ist die Gültigkeit des Kurses begrenzt? Nein
Max. Teilnehmerzahl: 18
Termine und Lehrgangsort: 21.+22.10.2016, Kronach, Praxis für Logopädie Sabine Thum
Unterrichtszeiten:

1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten

Der Kurs Modul 3 umfasst 15 Unterrichtseinheiten.
Anzahl der Fortbildungspunkte: 15

Restplatz Fortbildung Wortschatzsammler Schulkinder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

kurzfristig wurde noch ein Platz für das Seminar zum Thema „Wortschatzsammler Schulkinder“ am 25. und 26. September 2015 von Dana Kristin Marks frei!

Das Seminar findet wieder im Gemeindezentrum Kronach, Nikolaussiedlung 7 in 96317 Kronach statt.

Bei Interesse bitte kurz per Email oder Telefon melden!

Viele Grüße

Sabine Thum

Absage Seminare Manuelle Stimmtherapie orofacial und laryngeal

Die Seminare Manuelle Stimmtherapie orofacial und laryngeal sowie pulmonal und fascial müssen aufgrund Erkrankung der Dozentin leider endgültig abgesagt werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Seminare zur Manuellen Stimmtherapie müssen aufgrund Erkrankung der Dozentin leider endgültig abgesagt werden.

Viele Grüße
Sabine Thum

Europäischer Tag der Logopädie

Europäischer Tag der Logopädie 6.3.2015

  1. März 2015: Europäischer Tag der Logopädie

Am 6. März 2015 informieren wie in zahlreichen europäischen Ländern die ortsansässigen LogopädInnen der Regionalgruppe Nord-Ost Oberfranken (KC, LIF, KU, BT, WUN, HO) mit ihrer Leitung Sabine Thum anlässlich des Europäischen Tages der Logopädie über logopädische Aspekte in der Therapie neurologischer Erkrankungen. In Deutschland steht der Tag unter dem Motto:

„Plötzlich sprachlos …“

In Deutschland sind etwa zwei Millionen Patienten pro Jahr wegen einer neurologischen Erkrankung in ärztlicher Behandlung. Aufgrund der demografischen Entwicklung nehmen insbesondere die degenerativen Erkrankungen tendenziell weiter zu. Bei den elf häufigsten Krankheitsbildern Schlaganfall, Demenz, Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutung oder Gehirntumor treten sehr oft auch logopädisch relevante Störungen des Schluckens, Sprechens, der Sprache oder der Stimme auf.

Entsprechend steigt die Notwendigkeit, die Bevölkerung über diese Erkrankungen, ihre Folgen und über die Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Der Europäische Tag der Logopädie 2015 bietet dazu zahlreiche Informationen und informiert darüber, was Logopäden und Logopädinnen für Patienten mit neurologisch bedingten Schluck-, Sprech-, Sprach- oder Stimmstörungen sowie für ihre Angehörigen tun können.

Dieser Aktionstag wird von zahlreichen freiberuflichen und angestellten LogopädInnen hier in den Regionen umgesetzt. Die Regionalgruppe Nord-Ost-Oberfranken mit den beiden logopädischen Praxen Sabine Thum und Ursula Falk hier in Kronach sind daher wie der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. an diesem Tag Ansprechpartner. Der Deutsche Bundesverband bietet an diesem Tag zudem eine bundesweite Expertenhotline zum aktuellen Thema „Plötzlich sprachlos …“ an. Die Hotline ist freigeschaltet am 6. März 2015, 17 bis 20 Uhr, unter der folgenden Rufnummer: 0 18 05.35 35 32 (Ein Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42 Euro/Minute aus Mobilfunknetzen).

(In Verbindung mit dem Interview von Hr. Weiss könnte es auch noch weitergehen.)

Im folgenden Interview mit einem Patienten der logopädischen Praxis Sabine Thum wird die logopädische Behandlung am Beispiel der neuro-degenerativen Erkrankung Morbus Parkinson genauer geschildert. Herr Frank Müller (Name durch die Redaktion geändert) erhielt die Diagnose Parkinson…………….

Ab hier können Sie etwas für den Artikel von Hr. Weiss verwenden!!

Unter einer neurodegenerativen Erkrankung wird eine langsam fortschreitende Erkrankung verstanden, bei der Nervenzellen abgebaut werden. Sie kann erblich bedingt sein. Zu den degenerativen Erkrankungen zählen u.a. Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose (MS), Chorea Huntington oder Morbus Parkinson. Die Erkrankungen haben Auswirkungen auf das Sprechen (Artikulation) und die Stimme. Am Beispiel von Morbus Parkinson wird aufgezeigt, in welcher Weise die Erkrankung Auswirkungen auf die Stimm- und Artikulationsfähigkeiten des Patienten haben und welche logopädischen Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Dysarthrie bei Morbus Parkinson

Die Parkinson-Erkrankung gehört zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen. Das 50. – 60. Lebensjahr ist der häufigste Erkrankungszeitpunkt, aber sie kann auch schon im jugendlichen Alter einsetzen. Im Verlauf der Erkrankung tritt zu 90% eine Dysarthrie (Sprechstörung), auf. Charakteristisch dafür ist die leiser werdende, monotone Sprechweise verbunden mit ungenauen, kleinen, daher bisweilen schnellen Sprechbewegungen. Alle am Sprechablauf beteiligten Muskelgruppen, die der Atmung, der Stimmgebung, der Lautbildung, werden im Bewegungsfluss steifer und folglich kleiner.

Hierarchie der Dysarthrie Symptome bei Morbus Parkinson (Darley et al. 1975)

  • monotone Sprechstimmlage
  • nivellierte Akzentuierung
  • invariante Lautstärke
  • unpräzise Konsonantenbildung
  • inadäquate Pausenlängen
  • kurze Passagen mit überhastetem Sprechen
  • rauhe Stimmqualität
  • kontinuierlich behauchter Stimmklang
  • tiefe Stimmlage
  • wechselndes Sprechtempo

(Übersetzung Ackermann in Nebel/Deuschl, 2008)
Die Reihenfolge der Symptome verweist auf die Häufigkeit des Auftretens und die Schwere der Erkrankung, da die Symptome sich addieren.
Die Kommunikation wird durch eine leise Stimme und überhastetes Sprechen beeinträchtigt.
Infolge der kleiner werdenden Bewegungen werden die betroffenen Patienten zunehmend leiser und die Laute ungenau gebildet, bis sie kaum voneinander zu unterscheiden sind. Ramig und Mitarbeiter beobachteten, dass die Verständlichkeit der Parkinson-Patienten in erster Linie durch die geringe Lautstärke beeinträchtigt ist. Die leiser werdende Stimme ist in der Regel das erste Symptom der Dysarthrie. Der langsam einsetzende Prozess lässt oft den Beginn der Dysarthrie unbemerkt und es erfolgt eine Gewöhnung an die leise Stimme sowohl auf der Seite des betroffenen Patienten als auch seitens der Gesprächspartner. Die kleiner werdenden Sprechbewegungen führen oft auch zu erhöhtem Sprechtempo. Zusätzlich nimmt die Fähigkeit der Patienten ab, im Augenblick des Sprechens die Lautstärke oder das Sprechtempo zu bemerken und zu beeinflussen.

Folgen der Dysarthrie:

  • sozialer Rückzug
  • verringerter kommunikativer Austausch
  • häufige Missverständnisse
  • kommunikative und emotionale Verarmung
  • zunehmende Depression.

Welche Bedeutung haben Medikamente und tiefe Hirnstimulation?

Die medikamentöse Behandlung und die tiefe Hirnstimulation verbessern das Sprechen nur begrenzt: Die Verringerung des Tremors (Zitterns) führt in der Anfangsphase von Medikation und/oder Stimulation zu einer stabileren Stimme. Wird im Verlauf die Dosis oder die Stimulation erhöht, was oft zu besserer Beweglichkeit führt, kann sich dies negativ auf das Sprechen auswirken: Unter der Stimulation verweist eine stärker verwaschene Sprechweise oder eine gepresst heisere, angestrengt klingende Stimme auf eine ungünstige Einstellung durch der Medikamente.

Welche logopädischen Behandlungsverfahren werden eingesetzt?

Nach Untersuchung der Lautstärke und ihrer Steigerungsfähigkeit, Artikulationsgenauigkeit, Sprechtempo sowie Fragen zur Lebensqualität wählt der Therapeut das für den jeweiligen Patienten voraussichtlich effektivste Behandlungsverfahren aus.

Stimmtherapie „Sei laut!“: Während der Behandlung nach dem Lee Silverman Voice Treatment (LSVT) steigert der Patient systematisch die Lautstärke hin zu einer normal lauten, kraftvollen Stimme. Aufgrund täglicher Übungsaufgaben und hierarchisch aufgebauten Anwendungsschritten für den Alltag kann die wieder aktivierte, kraftvolle Stimme im Gespräch eingesetzt werden. Unter der Devise „Sei laut“ lernt der Patient, im Alltag sich selbst den Impuls zu geben, laut zu sprechen. 4 Wochen mit 4 Therapien pro Woche reichen im frühen Krankheitsverlauf aus, um eigenständig weiter zu arbeiten und im Alltag hinlänglich laut zu sprechen. Selbstverständlich hängt dies auch vom Krankheitsstadium ab. Je früher die Behandlung einsetzt, umso besser ist das Ergebnis, umso aufmerksamer sind Patient und Angehörige für erneutes Absinken der Lautstärke. Ist die Verständlichkeit spürbar betroffen und sind auch die kognitive Fähigkeiten verringert oder treten Halluzinationen auf, führt die Übung nur zu einem Mindestmaß an Verbesserung, dann kann vielleicht nur ein einzelnes wesentliches Wort laut gesagt werden. Ein früher Therapiebeginn und Auffrischungen bei nachlassender Stimmkraft verbessern die Chancen für erfolgreiche Kommunikation.

Tastbrett nach N. Helm. Gesprochen wird Wort für Wort und für jedes Wort in eine Lücke zwischen zwei Markierungen getippt (Helm, 1975).

Hilfsmittel: Stimmverstärker funktionieren wie ein Mikrophon mit Lautsprecher in Kleinformat und ermöglichen bei gut erhaltener Lautbildung eine erfolgreiche Kommunikation. Sie verlangen jedoch technische Kompetenz von Patienten und Umfeld. Umgang und Einsatz mit einem Stimmverstärker erfordert neben der Erprobung und Anpassung eine Zeit der täglichen Übung. Einfach und erfolgreich ist das sog. Tastbrett von Nancy Helm (Bild). Um das Sprechtempo zu verringern, wird bei jedem Wort zwischen die Markierung getippt (wie auf einer Leiter). Bei systematischer Übung (täglich 2-3 Wochen) auch mit den Angehörigen kann die Verständlichkeit verbessert werden. Allerdings muss das „Tastbrett“ konstant verwendet werden. Tastbrett und Stimmverstärker sind Hilfsmittel, die immer eingesetzt werden müssen. Sie führen nicht zu einer Eigenkontrolle des Sprechens.

Täglich Üben hilft: Jedes Verfahren erfordert einen Lernprozess, der für alle Parkinson-Patienten aufgrund des Dopaminmangels schwierig ist. Deswegen erfordert jedes Verfahren eine intensive d. h. tägliche Übungsphase über einen relativ kurzen Zeitraum (4 Wochen). Die eigenständige Übung erfordert anfangs tägliche Rückkoppelung, um das Lernen von Fehlern zu vermeiden. Nur eine gesicherte Bewertung der Lautstärke oder des Sprechtempos kann zu einer erfolgreichen Kommunikation führen.

Wo finden Sie weitere Informationen?

Mehr über Entstehung, Verlauf, Beschwerden und medizinische Behandlung ist nach zu lesen unter  www.kompetenznetz-parkinson.de. Anregungen zum Umgang mit der Erkrankung, Austausch mit anderen Patienten und Angehörigen finden sich unter: www.parkinson-vereinigung.de.
Zertifizierte Therapeuten im In- und Ausland finden sich auf : http://www.lsvtglobal.com, zertifizierte Logopäden in Deutschland findet man in der Logopädensuche.